LVZ vom 26.10.2011

Krostitz hinterlässt Spuren in Frankreich

Verein besucht Partnergemeinde und weiht Straßenschild ein

Krostitz/Allegre. Die Gemeinde Krostitz steigert ihren Bekanntheitsgrad. Zumindest ist der Name in immer mehr französischen Orten ein Begriff: Seit Kurzem zeugt ein Straßenschild am Ortseingang des Auvergne-Dorfes Vernassal von der bereits sieben Jahre wahrenden Partnerschaft zwischen Krostitz und Allegre mit seinen Ortsteilen.

Mit dem Schild und Baumpflan-zung hat der Freundeskreis Krostitz/ Allegre-Monlet bei seinem jüngsten Besuch neben Unterschriften auf offiziellen Partnerschaftsurkunden erneut Spuren in der Haute-Loire hinterlassen. Eine Woche lang war eine 40-köpfige Delegation, darunter neun Schüler, und um Allegre unterwegs. Es war schön und anstrengend zugleich“,
schnauft Freundeskreis-Vorsitzende Birgit Heinemann nach der Rückkehr durch. Fast 20 Stunden Busfahrt und mehr als 1200 Kilometer trennen Krostitz und Allegre. Das Programm, das die Franzosen zusammengestellt hatten, sei voller spannender Eindrücke gewesen: So durften die Krostitzer unter anderem hinter die Kulissen einer Froschzucht für die Pharmazie blicken und eine Käserei besuchen, die auch in Deutschland manche Supermarkt-Theke mit ihren Produkten ausstattet, dazu lockte eine atemberaubende Landschaft zu Ausflügen. Dabei geht es bei der Partnerschaft aber nicht um Touristik, wie Birgit Heinemann erklärt: „Diese Treffen finden im Rahmen der Bürgerbegegnung der EU statt und sollen die Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen fördern sowie Vorurteile abbauen.“ Wechselweise besuchen sich die Freundeskreise dazu. Der 2012 geplante Besuch der Franzosen in Krostitz muss allerdings ausfallen: Rund 7000 Euro kostet eine Woche, die EU-Fördermittel werden aber knapper und müssen langwierig beantragt werden. .Wir werden ein Jahr Pause machen müssen“, bedauert Birgit Heinemann. Christine Jacob

Krostitz am Straßenrand: Am Ortseingang von Vemassal zeugt nun ein Schild von der Partnerschaft. Enthüllt wurde es von Birgit Heinemann (rechts). Foto: privat